Der alte Hund

Der alte Hund - Schaf-Land.de | H.P. Schaarschmidt

Wann wird ein Hund alt?

Ein Hundejahr macht ein Vielfaches vom Menschen Lebensjahr aus. Das erste Lebensjahr des Hundes entspricht etwa 15 Lebensjahre des Menschen, dass zweite etwa acht Jahre und ab dem dritten Jahr, sollte man das Hundejahr mit vier multiplizieren. 10 Hundejahren entsprechen etwa 55 Menschenjahre und mit 15 ist dies etwa mit einem 75jährigen Menschen zu vergleichen. Zuerst ergraut unser Hund an Lippe und Kinn, dann Nase, Backen und um die Augen, letztlich auch auf Kopf sowie Stirn. Unser „Freund“ ist alt geworden. Augenlicht und Gehör werden schwächer, aber die Nase funktioniert oft noch bis in das hohe Alter. Das laufen macht zunehmend Schwierigkeiten und mit der Stubenreinheit ist es auch nicht mehr so wie in jungen Jahren -sehen wir es verzeihlich nach.

Krankheiten

Die natürlichen und arbeitsbedingten Abnutzungserscheinungen lassen eine typische Reihe von Altersproblemen entstehen. Alter allein ist keine Krankheit und als Hundebesitzer tragen wir die Verantwortung, über unseren alten Freund zu wachen. Von uns früh erkannte Symptome sollten rechtzeitig mit dem Tierarzt besprochen werden und was er uns in seiner Arbeitszeit an Einsatzbereitschaft geschenkt hat, können wir ihm nun (oft auch in Form einer guten ärztlichen Betreuung) zurückgeben. Er hat es verdient.

Pflege

Der Alte Hund braucht im Alter eine besondere Beobachtung und Kontrolle. Die regelmäßige Pflege des Fells und die Reinigung der Ohren, Pfoten, Zähne, Anal- und Genitalregion sowie der Augen gewinnen beim alternden Hund stark an Bedeutung. Bei der Pflege des Fells sollte der Körper regelmäßig nach Warzen, Knötchen oder sonstigen Auffälligkeiten abgetastet werden. Nur die frühzeitige Erkennung, macht eine wirksame Hilfe möglich. Auch die regelmäßige Herzuntersuchung ist eine wichtige Maßnahme. Besonders beim Alten Hund ist die frühe Diagnose lebenswichtig, bevor ein Herzfehler zu ernsten Beschwerden führen kann.

Der letzte Weg

Sollte der Zeitpunkt gekommen sein, an dem unsere Pflege und die ärztliche Betreuung nicht mehr das Leben als lebenswert erhalten kann, so stehen wir als Hundebesitzer in der Pflicht und in der Verantwortung, auch diesen letzten Schritt gemeinsam mit unserem“ Freund“ zu gehen -egal wie schmerzlich das auch für uns sein mag. Unser 4-beiniger Begleiter hat nicht nur Achtung & Rücksicht bei der Arbeit verdient, sondern auch einen würdigen Tod. Dafür sind wir verantwortlich.